Philosophie

ESMONO ist eine Non-Profit Schule, die den Strassenkindern die Grundschulbildung gewährleistet. Die Ecole Soleil sur Montagne Noir soll aber weit mehr als die Kinder bilden – sie vermittelt Lebensfreude, ein Bewusstsein für Hygiene, gibt Geborgenheit und ernährt die Schüler.

Haiti – ärmstes Land der westlichen Hemisphäre

Armut Haiti 2

Wegen der politisch instabilen Lage, der schlechten wirtschaftlichen Situation und den vielen Naturkatastrophen leben rund 80 Prozent der mehr als neun Millionen Einwohner in bitterer Armut. Sie müssen von weniger als zwei US-Dollar am Tag leben. Etwa die Hälfte der Bevölkerung sind Analphabeten. Schulen sind nicht wie in der Schweiz für jeden kostenlos. Weil es den Eltern für eine Schuldbildung ihrer Kinder an Geld fehlt, gehen viele Kinder nicht zur Schule.

Naturkatastrophen

Die Tropeninsel Hispaniola wird aufgrund der geografischen Lage immer wieder von Erdbeben getroffen. Da der Baumbestand wegen der nahezu kompletten Abholzung des Tropenwaldes im 19.Jh. abgeholzt wurde und zaghafte Neuaufforstungen wegen des Brennmaterial-Bedarfs grossflächig vernichtet wurden, treffen Unwetter, Wirbelstürme und Überschwemmungen die Insel besonders schwer.

ESMONO soll mehr als bilden

Kinder bei ESMONO

In der Schule sollen die Kinder kostenlos für das Leben gerüstet werden. Mit der Bildung erhalten sie eine Perspektive für ihre Zukunft. Zum Unterricht gehören auch Hygiene und Ernährung. Die Kinder sollen ihre Hände täglich waschen, denn  Cholera und andere Krankheiten wie z.B. das Chikungunyafieber oder Malaria sind in Haiti weit verbreitet und fordern rund um die Schule viele Todesopfer. Bisher wurden jeden Tag mehrere Eimer mit Wasser mühsam auf den Köpfen von Helfern zur Schule gebracht, damit sich die Kinder darin die Hände waschen können. Eine Hilfsorganisation hat nun zugesichert, dass sie der Schule hilft, „Brüneli“ zu installieren; ein Lavabo mit fliessend Wasser und einer Dusche gehört nun zur Einrichtung des ersten Schulhauses. Ebenso sind zwei WC vorhanden, das war Vorschrift des Staates. Elternbildung lehrt Krankheitsprävention, zeigt auf, wie gesunde Ernährung (nach nicht amerikanischem Vorbild sein sollte), die Kinder bekommen täglich ein Znüni (das Eltern mithelfen bereitzustellen) und in Hungerzeiten werden die Kinder mit einer warmen Mahlzeit pro Tag versorgt; diese wird aus Spendengeldern finanziert. Viele Kinder sind unterernährt. Es kommt immer wieder vor, dass einzelne auf dem Schulweg in Ohnmacht fallen.

Melissa, die engagierte Rektorin, ist der umsichtige Antrieb der Schule und für die Organisation der ESMONO verantwortlich. Sie hat ein warmes herz für die Kinder, die ihr über alles gehen, zudem ein sehr geschicktes verhandlungstalent, was in diesem Land unumgänglich ist. Als eine der sehr wenigen Frauen kann sie Auto fahren und lenkt das Gefährt geschickt durch den wirren, fast schilderlosen Verkehr. Zuvor hat sie jahrelang für Otto Hegnauer gearbeitet und sich auch dadurch in vielen Bereichen weiter gebildet. Melissa engagiert sich dafür, dass die Schule läuft und zieht neben ihrem Engagement für ESMONO fünf Kinder gross; Olmyda, die zweitälteste Tochter wie auch die beiden jüngeren Kinder sind sehr begabt. Olmyda hat jahrelang den besten Abschluss  ihres Jahrgangs gemacht, bekam dafür Stipendien und studiert nun im Ausland Rechtswissenschaften.

Patrick hat zu Beginn der ESMONO-Zeit in der neune Schule Rektorin  Melissa interviewt und bekam eine Führung durch die Schule.

In dieser – an und für sich – wunderschönen Umgebung befindet sich das Quartier Lakou Mango, in welcher sich die ESMONO befindet. Oberhalb Port-au-Prince (in der Ferne am Meer sichtbar) und politisch zu Pétionvile gehörend, liegt Montagne Noir in den Schwarzen Bergen, umgeben von Natur, Wind und fast mückenfrei.
Die Siedlung ist weit verstreut in einer Schlucht gelegen, an deren Hängen sich die Hütten schmiegen. Einige werden nach dem Erdbeben wieder aufgebaut.
Die ärmsten Hütten sehen innen so aus. Hier wohnt eine 6köpfige Familie. Die beiden Mädchen gehören zu den besten Schülerinnen der ESMONO.
Wie steil die Schlucht ist, lässt sich an diesem Bild erahnen.
Quartierstrassen..Schulwege; bei Regen auch eine Art von Flussbetten 🙁
Vom Quartier aus fahren keine Tap-Tap; der ÖV besteht aus den gefährlichen Töfftaxis.